Budget: Entwicklungshilfe wird stark erhöht

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Erstmals seit Langem wird die Entwicklungshilfe des Außenministeriums stark erhöht. Das Budget für Hilfe an Ort und Stelle soll von 77 Millionen Euro (2015) bis zum Jahr 2021 auf 154 Millionen Euro verdoppelt werden, berichtete das Ö1-Morgenjournal heute.

„Schritt in richtige Richtung“

Anneliese Vilim, Geschäftsführerin der Dachorganisation AG Globale Verantwortung, sprach im ORF-Radio von einer „Trendwende“. „Wenn das so beschlossen wird, ist das ein richtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte Vilim unter Verweis auf die Verhandlungen zum Finanzrahmen bis 2020.

Verhandlerkreise berichten, dass das Budget für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) des Außenministeriums seit 2014 nicht mehr gekürzt wurde. Jetzt werde es erhöht. Das Geld soll dem Vernehmen nach teilweise für Wiederansiedlungsprojekte für Flüchtlinge verwendet werden.

Weiter klar unter UNO-Ziel

Trotz dieser Erhöhung liegt Österreich weiterhin weit unter dem UNO-Ziel von 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das wären nämlich ca. 2,4 Milliarden Euro. In die Gesamt-EZA werden die Entwicklungshilfegelder aller Ministerien eingerechnet, auch die Hungerhilfe des Landwirtschaftsministeriums, Beiträge zur Weltbank des Finanzministeriums und anderes.