Jemen: Armee erobert Al-Kaida-Hochburg zurück

Truppen des Jemen und der Arabischen Emirate haben offenbar die Al-Kaida-Hochburg Mukalla im Süden des Landes zurückerobert. Rund 2.000 Soldaten seien in die Küstenstadt vorgerückt, sagten Anwohner. Kämpfer der Extremistenorganisation hätten sich im Gegenzug aus Mukalla zurückgezogen.

Zuvor waren bei Luftangriffen nach Angaben von Augenzeugen 30 Kämpfer der Extremistenmiliz getötet worden. Al-Kaida-Kämpfer waren vor rund einem Jahr in die Stadt eingefallen und hatten sie besetzt.

Hochburg von Al-Kaida

Der Jemen gilt als Hochburg der islamistischen Gruppe Al-Kaida. Der örtliche Ableger wird von westlichen Experten als besonders gefährlich eingestuft. Die USA setzten jahrelang Drohnen gegen Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel ein. Die Gruppe bekannte sich unter anderem zum tödlichen Anschlag auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ im vergangenen Jahr.

Ringen um Lösung mit Huthi-Rebellen

Unterdessen ringt die jemenitische Regierung bei einem Treffen mit Vertretern der Huthi-Rebellen in Kuwait um eine Lösung. In dem arabischen Land tobt ein Konflikt zwischen Anhängern des von Saudi-Arabien unterstützten Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi und den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen.

In den Auseinandersetzungen kamen mehr als 6.000 Menschen ums Leben. Betroffen ist vor allem das von Huthis kontrollierte Zentrum und der Norden des Landes, während sich im Süden ein Sicherheitsvakuum bildete.