UNO fürchtet um Menschen in syrischer Stadt Daraja

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die Not der in der syrischen Stadt Daraja eingeschlossenen Menschen ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UNO) sehr groß. Lebensmittel und Medikamente seien inzwischen extrem knapp, teilte der Koordinator der UNO-Nothilfe, Stephen O’Brien, heute in Genf mit.

Die syrische Führung, deren Truppen Daraja belagern, habe auf die zahllose Aufforderungen, Hilfslieferungen durchzulassen, nicht reagiert. Die Vereinten Nationen würden weiterhin Druck auf die Regierung ausüben, damit sie sicheren und ungehinderten Zugang zu Daraja gewähre, sagte O’Brien.

Brüchige Feuerpause

Daraja liegt südwestlich der Hauptstadt Damaskus und zählt rund 4.000 Einwohner. In dem seit fünf Jahren währenden Bürgerkrieg in Syrien wurden nach UNO-Schätzungen bisher 400.000 Menschen getötet. Millionen sind auf der Flucht.

Die im Februar ausgerufene Feuerpause zwischen der Regierung in Damaskus und den gemäßigten Aufständischen ist brüchig, sie gilt zudem nicht für die Kämpfe gegen radikale Gruppen wie die IS-Miliz. Der UNO-Sondergesandte Staffan de Mistura will die Friedensgespräche in Genf in dieser Woche vorantreiben.