Happelstadion: Axl Rose überzeugt als AC/DC-Sänger

Knapp 50.000 Menschen sind am Donnerstag im Wiener Happelstadion zusammengekommen, um einem Experiment zu lauschen: Guns’n‘-Roses-Bandleader Axl Rose als Aushilfssänger bei AC/DC. Das Publikum ließ sich nach und nach überzeugen und sang schließlich frenetisch mit.

Angus Young von AC/DC und Axl Rose

ORF.at/Dominique Hammer

Beim ersten Gig mit AC/DC in Lissabon musste der Sänger aufgrund eines gebrochenen Beins noch durchgehend sitzen. In Wien jedoch ging Rose bereits tapfer auf und ab und gestikulierte energetisch. Sein Gesang unterschied sich deutlich von dem des eigentlichen AC/DC-Sängers Brian Johnsons, der momentan pausiert, weil er laut Ärzten sonst sein Gehör zu verlieren droht. Rose erinnert eher an den verstorbenen ersten AC/DC-Sänger Bon Scott als an Jones.

Fans und Axl Rose textsicher

AC/DC gaben den Fans, was diese hören wollten: Rock’n’Roll und die größten Hits ihrer mittlerweile 43-jährigen Bandgeschichte. Die Fans zeigten sich textsicher bei Songs wie „Hells Bells“, „Thunderstruck“, „High Voltage“ und „You Shook Me All Night Long“. Auch Rose erwies sich als textsicher, wirkte aufgeräumt, gut gelaunt und leistete sich keinen Patzer.

Das Publikum präsentierte der Band ein rot blinkendes Meer an Plastikteufelshörnern – dem Wahrzeichen der Band neben der Schuluniform, die Gitarrist Angus Young auch diesmal trug, wenn zu seinen Riffs im Trippelschritt agil über die Bühne hopste. Das Konzert endete nach „Highway to Hell“ und „For Those about to Rock“ um 23.00 Uhr. (hadl, ORF.at)