Österreicherin tötet Sohn und begeht Suizid in Italien

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Eine junge Österreicherin, die seit Freitagabend mit ihrem fünf Monate alten Sohn in der Nähe des Bolsena-Sees nahe Viterbo nördlich von Rom verschwunden war, ist tot aufgefunden worden. Die Frau, die mit ihrer Mutter auf einem Campingplatz unweit des Sees urlaubte, soll sich an einem Baum erhängt haben, nachdem sie ihr Kind erdrosselt hatte.

Die Frau hatte sich am Freitagabend vom Campingplatz entfernt. Weil sie nicht zurückgekehrt war, schlug die Mutter Alarm. Laut Angaben der italienischen Polizei stammte die Frau aus Wien. „Es handelt sich um eine wahre Tragödie“, sagte der Carabinieri-Leutnant Mauro Monte. Staatsanwältin Chiara Capezzuto dementierte, dass weitere Personen in den Fall verwickelt seien.

„Wir sind schockiert“

Die junge Frau war in Montefiascone mit ihrer Mutter auf einem Campingplatz in Urlaub. Diese hatte den Urlaub organisiert, um der Tochter zu helfen, die laut Medienberichten an einer Depression mit Suizidgedanken gelitten hatte, in die sie angeblich nach der Geburt des Sohnes gestürzt sei.

Der Bürgermeister von Montefiascone, Luciano Cimarello, erklärte sich erschüttert. „Wir hofften, die Frau lebend zu finden. Wir sind alle schockiert“, berichtete er. Die Rettungseinheiten hatten die Leiche mit Hilfe des Smartphone der Frau finden können, das eingeschaltet geblieben war. An der Suchaktion beteiligten sich ein Hubschrauber und Tauchermannschaften, die nach Mutter und Kind im See gesucht hatten.