Romano Prodi als Van der Bellens erster „Staatsgast“

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Der frühere EU-Kommissionspräsident Romano Prodi ist der erste ausländische Staatsmann, der mit dem gewählten Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen zusammengetroffen ist. Die Begegnung habe heute bei einem Mittagessen in der Wiener Hofburg stattgefunden, an dem auch der scheidende Bundespräsident Heinz Fischer teilgenommen habe, sagte Van der Bellens Büroleiter Lothar Lockl.

Das Treffen habe sich kurzfristig ergeben, weil sich Prodi wegen einer universitären Veranstaltung in Wien aufgehalten habe. „Wir haben gemeinsam ein lockeres Gespräch zu politischen und wirtschaftlichen Europathemen geführt. Natürlich habe ich Van der Bellen meine herzlichsten Glückwünsche für den Wahlerfolg übermittelt“, sagte Prodi laut italienischen Medien.

Lockl äußerte sich zurückhaltend zu ersten internationalen Kontakten Van der Bellens. Er wolle sich aus Respekt gegenüber dem amtierenden Präsidenten bis zu seiner Angelobung am 8. Juli diesbezüglich „sehr zurückhalten“. Es sei auch noch nicht entschieden, wohin Van der Bellen seine erste Reise als Staatsoberhaupt führen werde. Van der Bellen selbst hatte im Wahlkampf gemeint: „Wenn es - wie sagt man im Fußball - narrisch gut läuft, dann ist meine erste Auslandsreise nicht Brüssel, sondern Paris“, nämlich zum Finale der Fußball-EM am 10. Juli.