Zusammenstöße rund um Proteste in Chile

Bei Protesten gegen die Bildungspolitik der chilenischen Regierung haben sich gestern maskierte Demonstranten und die Polizei gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert.

Die Sicherheitskräfte setzten dabei in Santiago de Chile Tränengas und Wasserwerfer ein, zugleich wurden sie von der Gegenseite mit Steinen angegriffen. Insgesamt nahmen an der Demonstration in der chilenischen Hauptstadt mehrere tausend Studenten teil.

Proteste in Chile

APA/AFP/Claudio Reyes

Fortschritte bei Bildungsreform gefordert

Die Demonstranten forderten unter anderem freien und kostenlosen Zugang zu den Universitäten des Landes. Sie prangerten Verzögerungen bei der schon lange versprochenen Bildungsreform an und erklärten auf einem Spruchband: „Wir haben genug vom Warten.“

In Chile gibt es bereits seit 2011 Studentenproteste, die immer wieder in Gewalt ausarten. Die Modernisierung des noch unter Diktator Augusto Pinochet eingerichteten Bildungssystems zählt zu den zentralen Versprechen von Staatschefin Michelle Bachelet.

Zwar sind Teile der Reform bereits in Kraft getreten. Vielen Studierenden gehen die Änderungen aber nicht weit genug und zu langsam voran.