Flüchtlinge: Doskozil verteidigt Hercules-Abschiebungen

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat gestern in einer Aussendung die bevorstehende Abschiebung von abgewiesenen Asylwerbern mit der Heeresmaschine Hercules verteidigt. „Rückführungen mit einer Militärmaschine sind eine wichtige und sinnvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden Rückführungsmaßnahmen“, so der Ressortchef.

Wenn ein Asylwerber negativ beschieden sei, müsse er das Land verlassen. „Österreich ist gefordert, Rückführungen durchzusetzen, alles andere wäre ein fatales Signal“, so Doskozil. Die Rückführungen seien ein wichtiges Signal an die Schlepper, aber auch fluchtbereite Menschen, sagte ein Sprecher Doskozils gegenüber ORF.at.

14 Flüchtlinge, über 30 Begleiter

Ein Flug mit der Hercules ist laut Doskozil dabei absolut zumutbar: „Unsere Soldaten werden regelmäßig mit der Hercules transportiert.“ Auch der Bundespräsident sei bereits mit der Hercules geflogen, sagte der Sprecher. Zudem müsste mit den Maschinen ohnedies eine bestimmte Zahl von Flugstunden absolviert werden, je mehr geflogen werde, desto mehr würden sich die vorgeschriebenen, kostenintensiven Wartungen auszahlen.

Mit der Hercules C-130 werden bei einem Flug kommende Woche 14 rückzuführende männliche Personen transportiert, das ist laut Sprecher bereits die Maximalzahl. Die sonstigen Plätze stehen wie in den EU-Standards vorgesehenen Begleitbeamten sowie dem Begleitteam (Arzt, Sanitäter, Dolmetscher, Backup-Team, Menschenrechtsbeobachter) zur Verfügung.

Insgesamt sollen rund 50 Personen an dem Flug nach Bulgarien teilnehmen. Zu den tatsächlichen Kosten für den Flug wollte der Sprecher gegenüber ORF.at keine Angaben machen.