Bereits über 3.000 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

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In diesem Jahr sind nach Erkenntnissen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) schon deutlich mehr Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen als im selben Zeitraum der Vorjahre.

Bisher seien 2016 mindestens 2.977 Menschen bei dem Versuch zu Tode gekommen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. 2015 waren es bis zum 30. Juli rund 1.900.

Seit Frühjahr rund 20 Tote pro Tag

Die 3.000er-Marke sei in den vergangenen beiden Jahren nicht so früh erreicht worden, sagte IOM-Sprecher Joel Millman heute in Genf. „2014 war es September, 2015 Oktober.“

Seit Ende März seien täglich etwa 20 Migranten ums Leben gekommen, die meisten von ihnen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara auf der Strecke von Libyen nach Italien. Fast 250.000 Schutzsuchende hätten 2016 bisher die Fahrt über das Mittelmeer geschafft.