Anton-Wildgans-Preis 2016 an Margit Schreiner

Margit Schreiner erhält heuer den Anton-Wildgans-Literaturpreis der Österreichischen Industrie. Dotiert ist die seit 1962 verliehene Auszeichnung mit 15.000 Euro. Überreicht wird diese der gebürtigen Linzerin im November im Wiener Haus der Industrie, hieß es heute in einer Aussendung. Schreiner folgt damit Preisträgern wie Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard und Arno Geiger nach.

Autorin Margit Schreiner

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„Margit Schreiner ist eine kluge Chronistin unserer Alltagskultur, die sie nuanciert und auch befreiend komisch literarisch verarbeitet“, würdigte die unabhängige Jury die Preisträgerin.

Weit gereiste Autorin

Sie lobte den analytischen Blick der weit gereisten Autorin, die Themen wie Familie und Geschlechterrollen immer wieder überraschend neu betrachte.

Geboren wurde Schreiner am 22. Dezember 1953 in Linz, wo sie auch maturierte, bevor sie in Salzburg Germanistik und Psychologie zu studieren begann. Nach einem Aufenthalt in Tokio brach sie ihr Studium ab und wurde Literatin mit Wegstationen in Paris, Berlin und Italien.

Zu ihren bekanntesten Werken gehören „Die Unterdrückung der Frau, die Virilität der Männer, der Katholizismus und der Dreck“ (1995) und „Das menschliche Gleichgewicht“ (2015).