Indonesien hält trotz Kritik an Hinrichtungen fest

Indonesien hat Appelle der UNO und der EU gegen den Vollzug der Todesstrafe zurückgewiesen und bereitet offenbar die Hinrichtung von 14 verurteilten Drogenhändlern vor. Ein Sprecher des indonesischen Außenministeriums verteidigte die sich abzeichnenden Exekutionen heute als „schlichte Strafverfolgung“.

Alle nötigen Prozesse seien abgeschlossen und die Rechte der Verurteilten eingehalten worden. Die UNO hatte das südostasiatische Land kürzlich angesichts von Berichten über bevorstehende Erschießungen aufgerufen, die Vollstreckung der Todesstrafe auszusetzen. Menschenrechtsorganisationen berichteten unter anderem von erheblichen Mängeln bei den Verfahren. Zum Tode verurteilt wurden neben mehreren Indonesiern auch Bürger aus Nigeria, Pakistan, Indien und Simbabwe.