Zehntausende von Air-France-Streik betroffen

Mitten in der Urlaubszeit sind weiter Zehntausende Air-France-Passagiere von Flugausfällen wegen Streiks der Flugbegleiter betroffen.

Die französische Airline rechnet für den morgigen vierten Streiktag damit, dass etwa 20 Prozent ihrer Verbindungen ausfallen. Besonders stark trifft der Ausstand die Mittelstreckenflüge von und nach Paris-Charles de Gaulle, wie das Unternehmen mitteilte.

Allein heute waren laut Air-France-Angaben 35.000 Kunden von dem Streik betroffen. Auch österreichische Verbindungen wurden gestrichen. Der Streik ist bis Dienstag angekündigt, es geht dabei um die Verlängerung eines Tarifvertrags, der Ende Oktober ausläuft.

Airline-Vorstand verärgert

Air-France-KLM-Konzernchef Jean-Marc Janaillac bezeichnete den Ausstand als „extrem bedauerlich und aggressiv“. Die Urlaubszeit sei für Air France wirtschaftlich sehr wichtig, sagte er der Zeitung „Le Figaro“.

Der Streik werde einen hohen Preis haben, „was die verbleibende Arbeit, um die Firma wieder auf einen Pfad des rentablen Wachstums zu bringen, nur erschweren wird“. Erst im Juni hatten Piloten von Air France während der ersten Tage der Fußball-EM gestreikt, der Streik kostete nach Schätzungen des Unternehmens etwa 40 Mio. Euro.