Hypo Italien: Belegschaft protestiert gegen Liquidation

Die Mitarbeiter der Ex-Hypo-Italien-Tochter in Udine haben gestern mit einem Dauerprotest zur Abwendung einer Auflösung und Zerstückelung des Geldhauses begonnen. Die Mitarbeiter versammelten sich auf der zentralen Piazza Matteotti in Udine. Weitere Protestaktionen sind in den kommenden Tagen geplant.

Solidarisch mit den Mitarbeitern der in Udine beheimateten Bank erklärte sich die italienische Europa-Abgeordnete Isabella De Monte, die gestern die Gewerkschaften traf. „Wir machen weiterhin Druck auf die EU.“

Auflösung abzuwenden nicht einfach, aber möglich

Die Auflösung oder die Zerstückelung der Bank abzuwenden, ist zwar nicht einfach, jedoch nicht unmöglich: Prioritär ist der Schutz der Jobs", so die EU-Parlamentarierin der regierenden Demokratischen Partei (PD) um Premier Matteo Renzi nach Medienangaben.

De Monte reichte kürzlich der EU-Kommission einen Antrag mit der Forderung nach Initiativen ein, um den Verkauf der Bank zu fördern und somit deren Auflösung abzuwenden. Die ehemalige Hypo Italien (heute HBI) gehört seit Herbst 2014 nicht mehr der staatlichen Heta (vormals Hypo Alpe Adria), sondern einer eigenen ebenfalls staatlichen österreichischen HBI Bundesholding.

„Wertschonend zusammenschrumpfen“

In der HBI-Abwicklungsvorgabe ist nun die Rede davon, dass die italienische Bank schrittweise bis Ende 2018 „wertschonend“ zusammengeschrumpft wird, um ihre Schulden (namentlich bei der Heta) zu tilgen. Ein Asset-Stripping in Italien käme für die Österreicher letztlich billiger als andere Optionen.