Onlinehändler Rakuten zieht sich aus Österreich zurück

Die japanische Onlinehandelsplattform Rakuten zieht sich Ende August nach dreieinhalb Jahren aus Österreich zurück. Laut Firmenbuch habe Rakuten Austria insgesamt einen Bilanzverlust von 5,3 Mio. Euro angehäuft, schreibt das „WirtschaftsBlatt“. Der Onlinehändler will sich in Europa auf die Kernmärkte Deutschland und Frankreich konzentrieren.

In Österreich gebe es im Vergleich zur Wirtschaftsleistung wenige Webshops, sagte Rakuten-Österreich-Chef Dieter Kindl im Mai 2013 anlässlich des Starts. Noch im vergangenen Jahr meinte Kindl, die Handelsplattform eBay in Österreich zu überholen sei „in Griffweite“, 2016 wollte man erstmals Gewinne schreiben.

Rakuten mit Sitz in Tokio ist eine der größten Handelsplattformen weltweit und hatte 2015 sechs Milliarden Euro umgesetzt, in Österreich war aber die Konkurrenz der Onlinehändler Amazon und eBay wohl zu groß. In Österreich sind 16 Mitarbeiter vom Ende von Rakuten.at betroffen.