Unwetter in Mazedonien fordern viele Menschenleben

Die Zahl der Opfer des verheerenden Unwetters in Mazedonien wächst. Bisher seien 20 Tote identifiziert worden, berichtete der stellvertretende Gesundheitsminister Nikola Todorov heute in der Hauptstadt Skopje. 1.000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Viele hätten teils schwere Verletzungen erlitten.

Die Einsatzkräfte würden inzwischen auch vom Militär unterstützt. Über Skopje und die Stadt Tetovo wurde der Ausnahmezustand verhängt.

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Über Mazedoniens Hauptstadt zog ein heftiger Gewittersturm mit schweren Folgen.

Ein heftiger Gewittersturm hatte gestern Abend die Hauptstadt Skopje getroffen. Die starken Regenfälle wurde von Sturmböen mit Spitzengeschwindigkeiten von 70 km/h begleitet. Besonders betroffen waren die nordöstlichen Vororte von Skopje.

Überschwemmungen und Erdrutsche

Binnen zwei Stunden fielen in der Stadt laut dem Wetterdienst 93 Liter Regen pro Quadratmeter - rund die Hälfte der durchschnittlichen Niederschlagsmenge für den gesamten Monat August. Der Starkregen führte zu Überschwemmungen und Erdrutschen.

Verwüstungen nach Unwettern in Mazedonien

APA/AFP/Robert Atanasovski

Medienberichten zufolge stieg das Hochwasser in einigen Dörfern auf eineinhalb Meter. Hundert Menschen seien verletzt worden, die meisten von ihnen leicht. Der Bürgermeister von Skopje, Koce Trajanovski, sprach von einer Katastrophe, wie er sie noch nicht erlebt habe.