Drei Tote bei Bombenserie in Thailand

Eine Bombenserie mit mindestens drei Toten und Dutzenden Verletzten hat Thailand erschüttert. Innerhalb weniger Stunden detonierten in dem Touristenort Hua Hin nahe einem Badestrand auf der Urlaubsinsel Phuket und vor Polizeistationen in der Provinz Surat Thani mindestens sechs Sprengsätze, wie Polizeivertreter heute mitteilten. Die Armee geht von einer koordinierten Angriffsserie aus.

Gestern waren kurz vor Mitternacht (Ortszeit) zunächst in kurzem Abstand zwei Bomben in Hua Hin explodiert, das rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Bangkok liegt. Eine thailändische Verkäuferin wurde dabei getötet, etwa 20 Menschen erlitten Verletzungen - darunter mehrere ausländische Touristen.

Österreicherin verletzt

Unter den ausländischen Staatsbürgern befindet sich eine Österreicherin. Die Frau erlitt Schnittwunden und wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht, das sie mittlerweile wieder verlassen konnte, wie der Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll, auf APA-Anfrage mitteilte.

Die österreichische Botschaft in Thailand stehe mit der Frau in Kontakt, so Schnöll heute Früh. Ihre Heimreise habe sie für Anfang September geplant

Örtlichen Medienberichten zufolge ereigneten sich die ersten beiden Explosionen in Hua Hin an einer Kreuzung, an der bei in- und ausländischen Touristen beliebte Bars liegen. Viele Thailänder waren da schon zu einem langen Wochenende in dem Seebad eingetroffen. Nur zwölf Stunden später habe es dann die nächste Detonation gegeben.

„Dieselbe Handschrift“

Bei der Detonation auf Phuket, zu der es in der Nähe des ebenfalls bei Urlaubern beliebten Badestrands Patong kam, wurde nach Polizeiangaben ein Taxifahrer verletzt.

„Die Bombenattentate tragen dieselbe Handschrift“, sagte Armeegeneral Danai Kritmethavee vor Journalisten. „Wir gehen zurzeit davon aus, dass es sich um eine koordinierte Attacke handelt.“ Es sei aber noch zu früh, um sich zu möglichen Motiven zu äußern.

Heute wird in Thailand der 84. Geburtstag von Königin Sirikit gefeiert. Ob ein Zusammenhang zwischen den Feierlichkeiten und der Bombenserie besteht, war zunächst unklar.