Jemen: Erste Parlamentssitzung seit Beginn des Bürgerkriegs

Das jemenitische Parlament ist heute zu seiner ersten Sitzung seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor fast zwei Jahren zusammengekommen. Trotz einer Warnung des international anerkannten Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi versammelten sich die Parlamentarier in der von den Houthi-Rebellen besetzten Hauptstadt Sanaa.

Parlamentssitzung in Sanaa, Jemen

APA/AFP/Mohammed Huwais

Hadi, der sich derzeit im Exil in Saudi-Arabien befindet, bezeichnete die Sitzung im Vorfeld als „ungültig“ und warnte die Abgeordneten davor, daran teilzunehmen.

Von den insgesamt 301 Abgeordneten nahmen 144 an der Parlamentssitzung teil. Dutzende Befürworter der Rebellen kamen vor dem Parlament zusammen, um ihre Unterstützung zu demonstrieren. Zeitgleich bombardierten Kampfjets der saudi-arabisch geführten Koalition Rebellenstellungen in Sanaa.

Friedensgespräche liegen auf Eis

Vor einer Woche waren die von den Vereinten Nationen unterstützten Friedensgespräche ohne Ergebnisse ausgesetzt worden. Schiitische Houthi-Rebellen kämpfen seit knapp zwei Jahren gegen die Truppen von Präsident Hadi, der von Saudi-Arabien unterstützt wird.