Jemen: Arabische Koalition lässt humanitäre Flüge wieder zu

Die Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen (UNO) dürfen den Flughafen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wieder anfliegen. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition teilte heute mit, der internationale Flughafen von Sanaa könne ab sofort wieder für humanitäre Flüge genutzt werden.

Der Flughafen war am Dienstag nach der Wiederaufnahme von Luftangriffen gegen Stellungen der Huthi-Rebellen im Bereich der Hauptstadt geschlossen worden. Zuvor waren die Friedensverhandlungen für den Jemen abgebrochen worden. Die Gespräche unter UNO-Vermittlung haben seit ihrer Aufnahme im April kaum Fortschritte gemacht.

Jeder Flug muss einzeln genehmigt werden

Die Militärkoalition erklärte, um die Sicherheit der Flughafenmitarbeiter garantieren zu können, müsse sie im Voraus über die Hilfsflüge informiert werden. Wegen der Militäraktionen müsse jeder Flug einzeln genehmigt werden. Sie habe seit Dienstag zwölf Anfragen für Flüge von UNO-Organisationen erhalten. Zu einer möglichen Wiederaufnahme des Flugbetriebs der nationalen Fluggesellschaft Yemenia machte die Militärkoalition keine Angaben.

Regierungstruppen kämpfen im Jemen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee, die die Hauptstadt und einen großen Teil des Nordens kontrollieren. Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis unterstützt die Truppen des geflohenen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi seit März 2015 mit Luftangriffen.