Wieder Gewinnrückgang für Vienna Insurance Group

Wie schon im ersten Quartal musste der börsennotierte Versicherungskonzern Vienna Insurance Group (VIG) auch im Halbjahr einen Rückgang des Vorsteuerergebnisses (EGT) um knapp ein Fünftel hinnehmen: Es sank im Jahresabstand um 17,5 Prozent auf 201 (244) Mio. Euro.

Schon Anfang August hatte die VIG „rund 200 Mio. Euro“ avisiert. Die Niedrigzinsen beeinflussten das Finanzergebnis weiterhin negativ.

Verdoppelung des Vorjahresgewinns angepeilt

Das Gesamtjahresziel für das EGT bekräftigte die VIG heute - man peile eine Verdoppelung des Vorjahresgewinns „auf bis zu 400 Mio. Euro“ an und sei mit dem Halbjahresresultat erfolgreich auf Kurs.

Die verrechneten Prämieneinnahmen des Konzerns stagnierten im Halbjahr bei 4,93 (4,91) Mrd. Euro. Bereinigt um das auf vielen Märkten bewusst restriktiv gehandhabte Einmalerlagsgeschäft in der Sparte Lebensversicherung hätte das Prämienplus in den ersten sechs Monaten 4,5 Prozent betragen.

Die „Combined Ratio“ des Konzerns - Schäden und Kosten bezogen auf die Einnahmen - lag bei 97,9 Prozent (nach Rückversicherung, ohne Veranlagungserträge). Das Finanzergebnis sank um 13,2 Prozent auf 450 (518) Mio. Euro. Die Kapitalanlagen des Konzerns lagen per 30.6. samt liquiden Mitteln bei 32,3 Mrd. Euro (plus 3,2 Prozent).