VW-Zulieferstreit: Verhandlungsmarathon dauert an

Bei den Verhandlungen zwischen dem deutschen Autohersteller Volkswagen (VW) und zwei Lieferanten gibt es auch nach 19 Stunden keine Übereinkunft. „Es gibt noch ein paar Detailpunkte, an denen es hakt“, sagte der Sprecher der Prevent-Gruppe heute Früh. Er bezeichnete die Chancen für eine Einigung mit 50:50.

Beide Seiten verhandeln seit gestern Nachmittag fast ununterbrochen über eine gütliche Lösung in dem Streit über ausgesetzte Teilelieferungen. Ein VW-Sprecher sagte, die Verhandlungen dauern an. Eine Person aus Verhandlungskreisen sprach von einer positiven Entwicklung der Gespräche.

Zwischen VW und zwei wichtigen Teilezulieferern tobt ein Streit über die Kündigung von Aufträgen. Wegen eines Lieferstopps stehen bei dem Autokonzern viele Bänder still: Er wartet auf Getriebeteile und Sitzbezüge von den Zulieferern ES Automobilguss und Car Trim, die zur Unternehmensgruppe Prevent gehören.

Tausende Beschäftigte in Kurzarbeit

VW beantragte für Tausende Beschäftigte Kurzarbeitergeld. Während Politiker von CDU und Grünen die Maßnahme kritisiert hatten, äußerte die SPD laut „Süddeutscher Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe) Verständnis für die Entscheidung. Die Situation gehe vor allem zulasten der Beschäftigten, sagte die SPD-Arbeitsmarktpolitikerin Katja Mast dem Blatt. Das lasse sich durch das Kurzarbeitergeld zum Teil auffangen.

Laut VW können wegen des Streits insgesamt 27.700 Mitarbeiter in mehreren Werken nicht so arbeiten wie geplant. Der Autohersteller sprach von „Flexibilisierungsmaßnahmen bis hin zu Kurzarbeit“.