Guerillagruppe FARC will in Kürze Waffen abgeben

Die Rebellengruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) hat für Mitte September eine Konferenz einberufen, um das Friedensabkommen mit der Regierung endgültig zu ratifizieren. Mit ihrem „letzten Treffen als bewaffnete Organisation“ werde sie die Umwandlung in eine „legale politische Bewegung“ einleiten, teilte die FARC gestern (Ortszeit) mit.

Die Konferenz soll zwischen 13. bis 19. September in San Vicente del Caguan stattfinden, einer einstigen Hochburg der Guerillagruppe im Süden Kolumbiens. Neben den 200 FARC-Delegierten sind erstmals auch 50 geladene Gäste aus dem In- und Ausland sowie Vertreter der Medien zugelassen.

Vier Jahre Verhandlungen

Nach vierjährigen Verhandlungen hatten Unterhändler der FARC und der Regierung erst am Mittwoch in Havanna ein historisches Friedensabkommen zur Beendigung des Bürgerkriegs unterzeichnet, in dem seit 1964 mehr als 260.000 Menschen getötet worden waren.

Einen Tag später ordnete Präsident Juan Manuel Santos einen endgültigen Waffenstillstand an. Die Rebellen mussten ebenfalls den Waffenstillstand erklären. Die kolumbianische Bevölkerung stimmt am 2. Oktober in einem Referendum über das Abkommen ab. Zuvor wollen die Konfliktparteien den Text feierlich unterzeichnen. Der genaue Termin und Ort für die Zeremonie steht noch nicht fest.