Terrorverdacht gegen britischen Soldaten

In Großbritannien sind gegen einen Elitesoldaten Ermittlungen wegen Terrorvorwürfen im Zusammenhang mit Nordirland eingeleitet worden. Wie die Polizei heute mitteilte, wird dem 30-jährigen Mitglied der Marine vorgeworfen, Bomben gebaut und in England sowie Nordirland eine Reihe von Waffen und Sprengstoff gelagert zu haben.

Der Mann soll außerdem im Besitz einer nordirischen Polizeiuniform und eines Ausweises gewesen sein. Festgenommen wurde der Soldat den Angaben zufolge am Mittwoch vergangener Woche in Somerset im Südwesten Englands von der Anti-Terror-Einheit der britischen Polizei. Er sollte noch am Freitag vor einem Gericht erscheinen.

Keine „unmittelbare Gefahr“

Scotland Yard zufolge stand die Festnahme des Soldaten im Zusammenhang mit dem Fund von zwei Waffenlagern in Nordirland, wo unter anderem eine Rakete und zwei Minen entdeckt wurden. Eine „unmittelbare Gefahr“ eines Anschlags habe aber nicht bestanden.

Im Nordirland-Konflikt waren in drei Jahrzehnten mehr als 3.500 Menschen getötet worden. Die Gewalt zwischen Katholiken und Protestanten wurde nach dem Karfreitagsabkommen von 1998 weitgehend beendet. Die Gefahr eines Anschlags wird aber weiterhin als hoch eingestuft.