Verletzte bei Ausschreitungen im „Hotspot“ Lesbos

Bei Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos sind mindestens fünf Menschen verletzt worden. Wie die Polizei heute weiter mitteilte, war die Gewalt gestern Abend im Registrierungslager von Moria zunächst unter Jugendlichen ausgebrochen. Sie habe dann auf andere Teile des Lagers übergegriffen. Rund 40 Minderjährige seien aus dem Lager geflüchtet.

Die Lage beruhigte sich heute Früh, wie örtliche Medien berichteten. Die Flüchtlingslager von Moria und Kara-Tepe auf Lesbos sind restlos überfüllt. Platz gibt es dort eigentlich nur für 3.500 Menschen. Insgesamt harren dort aber knapp 5.400 Menschen aus. Auch die meisten Lager auf dem Festland sind überfüllt.

In Griechenland halten sich derzeit nach Angaben des Flüchtlingsstabes rund 60.000 Flüchtlinge und andere Migranten auf. Die für dieses Jahr versprochene Umsiedlung von 33.000 Flüchtlingen in andere EU-Länder kommt nicht voran. Bisher sind nach offiziellen Angaben nur knapp 3.000 Menschen umgesiedelt worden.