Studie: Hadern mit Elternschaft

Die Mehrzahl der Frauen in Deutschland, die noch keine Kinder haben, hadert laut einer Studie mit dieser Situation. „Frauen ohne Kinder und - noch stärker - kinderlose Männer finden, der kommenden Generation sollten Kinder wichtiger sein, als sie ihnen selbst waren“, schrieb die wissenschaftliche Leiterin der Studie, Jutta Allmendinger, in einem Beitrag für die „Zeit“.

Aus den Ergebnissen der auf Grundlage von 3.100 Gesprächen von im Durchschnitt zwei Stunden Dauer geführten Untersuchung ergebe sich, dass Männer wie Frauen, die noch nicht Eltern sind, bereuten, „keine Kinder bekommen zu haben“. Es herrsche ein starker Kinderwunsch bei jenen, die Erfahrungen, Anstrengungen und Widersprüche einer Elternschaft noch nicht kennenlernten.

Eltern raten zu Vorsicht

Allerdings neigten diejenigen, die von den Herausforderungen der Elternschaft wissen, zur Vorsicht. Die Studienmacher untersuchten die Gruppe jener, die ihre Elternschaft sogar bedauern, genauer. Laut den Ergebnissen bedauerten am nachhaltigsten Menschen mit einer akademischen Ausbildung, dass sie Kinder bekamen.

„Ein hoher Bildungsabschluss und Kinder scheinen bei vielen eine Kombination, die zur Reue in der Kinderfrage drängt. Es scheint einfach nicht recht zu passen“, schrieb Allmendinger.