Seilbahnpanne auf Mont Blanc - alle Touristen in Sicherheit

Die letzten verbliebenen 16 Touristen, die wegen einer Panne die Nacht über in den Seilbahnkabinen im Mont-Blanc-Massiv auf einer Höhe von 3.000 Metern ausharren mussten, sind in Sicherheit. Die Techniker der Seilbahn konnten heute Vormittag die Panne beheben.

Die Seilbahnkabinen setzten sich wieder in Bewegung, damit konnten die 16 Touristen an Bord der Gondeln den Boden erreichen, berichteten italienische Medien.

Zehnjähriger unter betroffenen Touristen

Zu den 16 Touristen, die die Nacht in den Seilbahnkabinen verbringen mussten, zählte auch ein zehnjähriger Bub. Die Touristen wurden mit Decken, Wasser und Energienahrung versorgt. Circa 45 Personen waren am Abend davor mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht worden.

Danach hatten sich die Wetterbedingungen verschlechtert. Mehrere Touristen mussten mit Hilfe der Rettungsmannschaft mit Seilen den verschneiten Boden erreichen.

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Dutzende Personen mussten die Nacht in der Gondel verbringen, in den Morgenstunden liefen die Rettungsarbeiten wieder an.

„Wir haben wegen der Kälte gelitten, hatten aber keine Angst“, berichtete eine US-Touristin, die nach der Rettung in der französischen Bergortschaft Chamonix versorgt wurde. Viele gerettete Touristen wurden in der Berghütte Torino auf dem italienischen Hang des Mont Blanc untergebracht.

Teils 400 Meter über Grund

Die Bergungsaktion per Hubschrauber musste aus Sicherheitsgründen in den Nachtstunden unterbrochen werden. Schwierige Wetterbedingungen mit Wolken, Nebel und Wind erschwerten den Rettungseinsatz. An der Rettungsaktion beteiligten sich italienische und französische Teams. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve lobte den mutigen Einsatz der Retter. An manchen Stellen schwebten die Seilbahngondeln 400 Meter über dem Abgrund.