Menschenschlepper bei Verfolgungsjagd vor Rhodos verletzt

Beamte der griechischen Küstenwache haben heute Früh nach einer wilden Verfolgungsjagd drei mutmaßliche Schleuser vor dem beliebten Strand von Ialysos auf der Touristeninsel Rhodos festgenommen. Das aus Georgien stammende Schleppertrio soll zuvor eine unbekannte Anzahl von Flüchtlingen mit einem Außenborder aus der Türkei nach Rhodos gebracht haben. 

Wie ein Offizier der Küstenwache der dpa sagte, hätten die Menschenschlepper zunächst zu entkommen versucht. Als sie von einem Schnellboot der Küstenwache erreicht wurden, hätten sie es zu rammen versucht. Die Beamten eröffneten das Feuer, um den Motor des Schmugglerbootes auszuschalten. Dabei sei einer der Schleuser leicht am Arm verletzt worden, hieß es. Die Polizei suche nach den abgesetzten Flüchtlingen, berichtete das Staatsradio.

Rhodos ist eine der Inseln im Osten der Ägäis, auf die bisher nicht viele Flüchtende kamen. Zurzeit befinden sich dort nach Angaben des Flüchtlingskrisenstabes in Athen 136. In ganz Griechenland harren zurzeit knapp 60.000 Migranten und Flüchtlinge aus. Die meisten hoffen, nach Mitteleuropa weiterreisen zu dürfen.