Türkische Behörden: Attentat auf AKP-Politiker geplant

Die türkischen Behörden haben nach einem Medienbericht auf einem Friedhof in der mehrheitlich kurdischen Region Diyarbakir mehr als 600 Kilogramm Sprengstoff entdeckt, mit denen offenbar ein Anschlag auf einen Politiker der Regierungspartei AKP verübt werden sollte, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan unter Berufung auf das Gouverneursamt gestern.

Auf dem Friedhof im Bezirk Bismil seien an mehreren Stellen insgesamt acht Gasflaschen, 1.700 Meter Kabel, zwei 120-Kilo-Kanister mit Ammoniumnitrat, was etwa 640 Kilogramm Sprengstoff entspreche, gefunden worden.

Die Sprengmittel seien in der Nähe eines Familiengrabes des örtlichen AKP-Vizeparteichefs, Mehdi Eker. In dem Grab sei Ekers Mutter bestattet. Eker sagte dem Fernsehsender NTV, er werde dennoch heute, dem Vorabend des muslimischen Opferfestes Aid al-Adha, die Gräber seiner Angehörigen auf dem Friedhof besuchen. Die mutmaßlichen Attentäter hätten offenbar ein „großes Massaker“ geplant, sagte der Politiker. Es war zunächst unklar, wer den Sprengstoff dort versteckte.