Hofburg-Wahl: Gemeinden schätzen 3 Mio. Euro mehr

Österreichs Gemeinden rechnen wegen der Verschiebung der Hofburg-Stichwahl von 2. Oktober auf 4. Dezember mit zusätzlichen Kosten von mindestens drei Millionen Euro, so Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer (ÖVP). Die Pannenserie um die Bundespräsidentenwahl nannte Mödlhammer eine „Katastrophe“.

„Die Gemeinden sind stinksauer. Wir bereiten uns jetzt bei einer relativ einfachen Wahl auf den vierten Wahlgang vor“, sagte Mödlhammer im Gespräch mit der APA. Dabei habe in den Gemeinden bei der Abwicklung der Wahl bisher alles bestens funktioniert. Auf die Gemeinden komme nun jede Menge weiterer Arbeit zu, so der Gemeindebundchef.

Gerade wurden die Amtlichen Wahlinformationen für den 2. Oktober an rund 6,5 Millionen Wählerinnen und Wähler verschickt. Diese müssen nun mit neu produzierten Drucksorten und neuerlichen Portokosten für den 4. Dezember wieder verschickt werden. Auch durch die Neuausgabe der Briefwahlkarten kämen zusätzliche Kosten auf die Gemeinden zu. Schließlich müssten auch noch die Wählerverzeichnisse neu erstellt und Wahlkommission neu zusammengesetzt werden.