EU will Verlegern mehr Onlinerechte gewähren

Um die Zeitungsbranche im Internetzeitalter zu stärken, will die EU-Kommission Verlegern mehr Rechte an Onlineinhalten geben. Sie sollen damit eine ähnliche Stellung wie Film- und Musikproduzenten erhalten.

Die vorgeschlagenen Reformen sollten einen Anreiz für Investitionen geben, sagte der EU-Kommissar für Digitalwirtschaft, Günther Oettinger, heute.

Kritik: „Gift für Kreativität“

Bereits im Vorfeld hatte es viel Gegenwind etwa von Piraten, Grünen und Netzaktivisten gegeben. Der Vorschlag sei „Gift für die freie Rede der Europäer, Gift für die europäische Wirtschaft und Gift für die Kreativität“, beklagte Joe McNamee von der Organisation European Digital Rights.

Kritiker fürchten unter anderem, dass Angebote wie Google News, die Links zu aktuellen Artikeln mit kurzen Textausschnitten sammeln, damit vom Markt verschwinden könnten.