Britische Regierung stimmt AKW-Projekt Hinkley Point zu

Die britische Regierung gibt ihre Zustimmung für das umstrittene AKW-Projekt Hinkley Point. Das Vorhaben solle umgesetzt werden, sagte Energieminister Greg Clark heute. Dabei solle mit neuen Maßnahmen für eine „erhöhte Sicherheit“ des AKW-Baus gesorgt werden.

Französisch-chinesische Kooperation

Die britische Regierung hatte eine Entscheidung über Hinkley Point für den „frühen Herbst“ angekündigt, nachdem der Verwaltungsrat des französischen Stromkonzerns EDF Ende Juli für das Vorhaben gestimmt hatte.

Das Projekt in der Nähe von Bristol im Südwesten Englands war wegen der finanziellen Risiken auch innerhalb des Staatskonzerns höchst umstritten. Bei dem Vorhaben mit einem Volumen von 18 Mrd. Pfund (21,4 Mrd. Euro) kooperiert EDF mit dem chinesischen Konzern CGN.

Die Investitionsentscheidung über Hinkley Point wurde wegen der internen Differenzen immer wieder verschoben. EDF gehört zu fast 85 Prozent dem französischen Staat. Die Regierung steht hinter dem Projekt, schließlich ist die Atomindustrie in Frankreich mit 220.000 Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber.