Steinmeier und Ayrault besuchen erstmals Ostukraine

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Kollege Jean-Marc Ayrault haben heute erstmals seit dem Beginn der Ukraine-Krise das Konfliktgebiet im Osten des Landes besucht.

Wie berichtet wurde, trafen die Minister in Kramatorsk Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Diese informierten die Politiker über Brüche der Waffenruhe und zeigten ihnen in der Region gefundene Minen- und Granatenfragmente.

Kramatorsk im Donbass wird von den ukrainischen Regierungstruppen kontrolliert. Steinmeier und Ayrault wurden vor dem OSZE-Büro der Stadt außerdem von rund 40 Demonstranten empfangen, die gegen mehr Autonomie für die östlichen Regionen Donezk und Luhansk protestierten. „Nein zum Sonderstatus für den Donbass“ und „Wir sind Ukraine“ stand auf Schildern geschrieben.

Arbeit an „langfristigem Waffenstillstand“

In der Ukraine war in der Nacht auf heute eine neuerliche Waffenruhe für die Konfliktgebiete im Osten in Kraft getreten. Steinmeier zufolge wird die Waffenruhe seit Mitternacht eingehalten. Nun müsse für einen „langfristigen Waffenstillstand“ gearbeitet werden, zitierte ihn das deutsche Auswärtige Amt.

Entscheidend für die Arbeit der kommenden Tage und Wochen sei dabei der Wille der Konfliktparteien. Die Feuerpause soll zunächst mindestens eine Woche halten und wird von den Regierungen in Moskau und Kiew unterstützt.