Syrische Armee startet Rückzug von Straße nach Aleppo

Die syrische Armee hat nach Angaben Russlands mit dem stufenweisen Abzug von Kriegsgerät und Kämpfern von der Hauptversorgungsroute (Castello-Straße) bei Aleppo begonnen. Mit dem Rückzug sollen humanitäre Hilfslieferungen erleichtert werden, sagte General Wladimir Sawtschenko heute der russischen Agentur Ria Nowosti.

Der Schritt erfolge in Übereinstimmung mit den internationalen Vereinbarungen. Der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow sagte in Moskau, er schließe neue Syrien-Friedensgespräche zwischen Vertretern von Machthaber Baschar al-Assad und den Rebellen Ende September oder im Oktober nicht aus.

UNO fordert sofortigen Zugang für Hilfskonvois

Drei Tage nach Beginn der jüngsten Waffenruhe in Syrien forderten die Vereinten Nationen (UNO) von der Regierung sofortigen Zugang für die weiter blockierten Hilfskonvois. Damaskus müsse umgehend Briefe ausstellen, die der UNO freien Zugang zu umkämpften Gebieten garantieren, sagte der UNO-Sondergesandte Staffan de Mistura. Russland warf derweil den USA vor, ihre Verpflichtungen zur Waffenruhe nicht zu erfüllen.

Liveübertragung der Lage in Aleppo

Das russische Verteidigungsministerium startete unterdessen eine Liveübertragung der Lage in Aleppo, um die Einhaltung der Waffenruhe transparent zu machen, teilte die Russische Botschaft in Wien mit. Die Sendung wird den Angaben zufolge von zwei Kameras auf dem Boden – in den Gebieten al-Khalidiyah und Tel-Jobegja — geführt. Künftig soll die Zahl der Kameras für das Onlinemonitoring der Lage in Syrien vergrößert werden.