USA schließen Steuerschlupflöcher für Großkonzerne

Das US-Finanzministerium treibt die Schließung von Steuerschlupflöchern für Großkonzerne wie Apple voran. Die Behörde beschloss gestern neue Vorschriften zur Abschaffung von legalen Steuertricks.

Bisher wurden im Ausland gezahlte Steuern der US-Unternehmen in den USA angerechnet, wodurch deren Steuerlast in den USA sank. Dieses Verfahren solle nun zugunsten der USA geändert werden.

Apple wollte sich dazu nicht äußern. Auch andere Konzerne wie Amazon und McDonald’s stehen am Steuerpranger. Das neue Regelwerk dürfte zu transatlantischen Spannungen führen.

EU entschied gegen Apple

Die EU-Kommission hatte Ende August den umstrittenen Steuerdeal von Apple mit der irischen Regierung gekippt und das Land zu einer Steuerrückforderung von 13 Milliarden Euro verpflichtet.

Irland habe dem US-Computerriesen unzulässige Vergünstigungen gewährt, begründete EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager die Entscheidung. Die Steuernachzahlung von Apple ist die höchste, die die EU-Kommission bisher in ähnlich gelagerten Fällen verlangt hat. Das US-Finanzministerium kritisierte die Entscheidung.