Zika: Forscher warnen vor globaler Mikrozephalie-Epidemie

Wissenschaftler haben vor einer weltweiten Mikrozephalie-Epidemie als Folge der Ausbreitung des Zika-Virus gewarnt. In einer Studie, die heute im Fachmagazin „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlicht wurde, lieferten die Virusexperten weitere Belege für den Zusammenhang zwischen einer Zika-Infektion schwangerer Frauen und dem Mikrozephalie-Syndrom bei Neugeborenen.

„Wir empfehlen, dass wir uns auf eine weltweite Epidemie von Mikrozephalie und anderen zikabezogenen Krankheiten vorbereiten“, schreiben die Mediziner aus Großbritannien und Brasilien.

Bei Erwachsenen harmlos, bei Schwangeren gefährlich

Die Ergebnisse der Studie legen den Autoren zufolge nahe, „dass sich die Mikrozephalie-Epidemie auf alle Länder ausbreitet, wo das Zika-Virus derzeit übertragen wird oder wohin sich die Übertragung wahrscheinlich ausbreiten wird“.

Das Zika-Virus wird vorwiegend von Gelsen weitergegeben und verläuft bei Erwachsenen zumeist harmlos. Bei Schwangeren kann es aber dazu führen, dass Babys mit Mikrozephalie geboren werden. Die Kinder haben dabei einen ungewöhnlich kleinen Kopf, was zu schweren Entwicklungsschäden führen kann.