Republikaner Kasich unterstützt Obama bei TPP

In einer raren Demonstration parteiübergreifender Einigkeit ist gestern der republikanische Gouverneur von Ohio, John Kasich, bei einem Pressetermin im Weißen Haus aufgetreten. Kasich machte sich für den Abschluss des transpazifischen Handelsabkommens TPP stark. Das sei unter anderem nötig, um Chinas Handelspraktiken in die Schranken zu weisen.

Neben Kasich, der im Vorwahlkampf der Republikaner Donald Trump unterlegen war, waren bei einem Treffen im Weißen Haus auch weitere hochrangige Republikaner zugegen. Präsident Barack Obama will die Ratifizierung des Abkommens durch den Kongress möglichst noch in den verbleibenden Monaten seiner zweiten und letzten Amtszeit erreichen.

Auftritt als Angriff auf Trump

Der Auftritt wurde als Angriff Kasichs auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump und auch auf die republikanische Parteiführung in Washington gesehen. Trump hält das Handelsabkommen mit zwölf Ländern des Pazifikraumes für nachteilig für die US-Wirtschaft.

Die Republikaner in Washington verzögern derzeit aus parteipolitischen Erwägungen die Ratifizierung des Vertragswerkes. Auch die demokratische Kandidatin Hillary Clinton hat sich dagegen ausgesprochen, um dem Druck vom linken Flügel ihrer eigenen Partei zu begegnen.