SPD gewinnt Berlin-Wahl: Große Koalition am Ende

Die SPD hat die Abgeordnetenhauswahl in Berlin trotz deutlicher Verluste gewonnen. Der regierende Bürgermeister Michael Müller muss sich aber neue Koalitionspartner suchen. Die bisher mitregierende CDU fuhr heute ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Berlin-Wahl ein. Nach den 18.00-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF kam die SPD auf 23 Prozent und die CDU auf 18 Prozent.

Die Grünen erreichten 16,5, die Linke 15,5 bis 16,5. Die AfD erhielt 11,5 bis 12,5 Prozent und schafft damit den Sprung in das Landesparlament. Auch die FDP dürfte mit 6,5 Prozent zurückkehren, die Piratenpartei flog hinaus.

Rot-rot-grün wahrscheinlich

„Wir haben ein Ergebnis, mit dem werden wir auch weiterhin den Regierenden Bürgermeister stellen“, sagte Amtsinhaber Müller am Wahlabend. Mit welchen Koalitionspartnern er regieren will, sagte der SPD-Chef nicht. Eine rechnerische Mehrheit hätte ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken. Für diese Möglichkeit gab es bei der SPD-Wahlparty lauten Applaus. Mit großem Beifall wurde auch vermerkt, dass die bisherige Koalition aus SPD und CDU keine Mehrheit mehr hat.

Knapp zweieinhalb Millionen Bürger waren zur Wahl des neuen Abgeordnetenhauses aufgerufen. Um die mindestens 130 Sitze im Landesparlament bewarben sich mehr als 900 Kandidaten. Ein endgültiges Ergebnis wird nicht vor Mitternacht erwartet.