Böhlau geht an deutsche Verlagsgruppe

Die deutsche Verlagsgruppe Vandenhoeck & Ruprecht (V&R) übernimmt den Böhlau Verlag mit 1. Jänner 2017. Das gaben die beiden wissenschaftlichen Traditionsverlage heute bekannt.

Als Grund für den Verkauf nannte Böhlau-Verlagschef Peter Rauch den Generationswechsel in seinem Haus. Bei V&R betonte man, dass „die Marke Böhlau auf jeden Fall erhalten bleibt“.

Er wolle sich als Seniorverleger aus dem Geschäft zurückziehen, begründete Rauch den Verkauf. Sein Sohn, Juniorverleger Johannes Rauch, hätte andere berufliche Ambitionen. Aus diesem Grund habe man nach einem „Verlagspartner Ausschau gehalten, der dieselben Werte vertritt wie wir“.

Konzernunabhängigkeit als gemeinsames Ziel

Gefunden hat der Böhlau Verlag, dessen Anfänge auf die Weimarer Hofdruckerei von 1624 zurückgehen, diesen Partner im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

Dieser ist im Kontext der Universitätsgründung in Göttingen 1735 entstanden und macht daher die „ungewöhnliche Erfahrung“ als „Juniorpartner“, wie V&R-Geschäftsführerin Carola Müller erklärte. Gemeinsames Ziel sei die Wahrung der Konzernunabhängigkeit gewesen.