Zwei Priester in Mexiko entführt, gefoltert und ermordet

Zwei Priester sind in Mexiko entführt, gefoltert und getötet worden. Bewaffnete hätten die beiden Männer und einen Gehilfen in der Stadt Poza Rica im Bundesstaat Veracruz verschleppt, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit.

Die Leichen der 28 und 50 Jahre alten Geistlichen aus der Stadt Poza Rica de Hidalgo waren laut Kathpress gestern neben einer Straße gefunden wurden. Ein Mesner, der mit den beiden Geistlichen entführt worden war und dabei das Auto lenken musste, konnte fliehen.

Zusammenhang mit Sondereinsatz der Armee?

Nach Angaben der spanischen Tageszeitung „El Pais“ (Onlineausgabe) wurden die Priester von den Tätern in der Pfarre überfallen und waren vor ihrer Ermordung gefoltert und dann erschossen worden; das deute auf einen Auftragsmord hin. Möglich scheine zudem ein Zusammenhang mit dem Sondereinsatz der mexikanischen Armee zur Eindämmung der überbordenden Gewalt in der Region, der ein Tag zuvor gestartet war.

Laut Angaben der Kirche Mexikos wurden seit Beginn der Amtszeit von Präsident Enrique Pena Nieto im Dezember 2012 bereits 14 Priester, ein Seminarist und ein Mesner ermordet und zwei weitere Priester entführt und nicht mehr gefunden. Der im Süden des Landes liegende Bundesstaat Veracruz gilt als einer der Hauptschauplätze der blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Drogenkartellen. Bereits 2013 waren hier zwei katholische Priester ermordet worden.

Die Mexikanische Bischofskonferenz zeigt sich bestürzt über den Doppelmord an. Sie forderten eine rückhaltlose Untersuchung der Tat.