Elektronische Zahlungen legen weltweit zu

Der digitale Zahlungsverkehr ist auf der Überholspur unterwegs, 2015 ist die internationale Wachstumsrate erstmals auf geschätzt 10,1 Prozent geklettert.

Damit wurden etwa 426,3 Milliarden Transaktionen digital abgewickelt und der Rekordwert von 2014 mit einem Zuwachs von 8,9 Prozent auf 387,3 Milliarden Zahlungen übertroffen, geht aus dem „World Payments Report 2016“ hervor.

Laut Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) kam es hierzulande beim nicht baren Zahlungsverkehr 2015 zu einer leichten Steigerung bei Kartenzahlungen. Laut OeNB zahlten die Österreicher um 4,5 Prozent öfter mit Bankomatkarten und führten 451 Millionen Transaktionen im Wert von 21 Mrd. Euro (plus 0,2 Prozent) durch.

129 Millionen Mal mit Kreditkarte bezahlt

Mit Kreditkarten wurde 129 Millionen Mal bezahlt, ein leichtes Plus von einem Prozent, der Wert blieb unverändert bei zwölf Mrd. Euro. Überweisungen und Lastschriften gingen leicht zurück.

In Europa legten die bargeldlosen Zahlungen 2014 um sechs Prozent auf 99,3 Milliarden zu, so der Bericht der Beratungsgesellschaft Capgemini und der Bank BNP Paribas. Amerikaner zahlten am meisten elektronisch, gefolgt von der Euro-Zone und Brasilien. China überholte erstmals Großbritannien und Südkorea bei der Zahl der digitalen Transaktionen.

Steigende Kosten für Barzahlung

Das zentrale Zahlungsinstrument sind Karten, sie verzeichnen seit 2010 die stärksten Zuwächse. Starkes Aufholen der Wirtschaft in Schwellenländern, höhere Sicherheit sowie politische Initiativen, die elektronische Zahlungen auf Entwicklungsmärkten vorantreiben, fördern laut dem Bericht digitale Transaktionen. Dazu kämen steigende Kosten für Barzahlungen.