Präsidentenwahl in Estland erneut gescheitert

In Estland ist die Entscheidung über den neuen Präsidenten erneut vertagt worden. Auch im fünften Wahlgang ist es einem speziellen Wahlgremium gestern nicht gelungen, das höchste Staatsamt des baltischen EU- und NATO-Landes zu besetzen.

Bei der Abstimmung votierten 138 der 332 abstimmenden Wahlmänner für Ex-EU-Kommissar Siim Kallas von der regierenden Reformpartei. Der parteilose Jurist Allar Joks kam auf 134 Stimmen. Damit verfehlten beide die notwendige absolute Mehrheit in dem aus 101 Abgeordneten und 234 Kommunalpolitikern bestehenden Wahlgremium. Nun muss das Parlament in Tallinn binnen zwei Wochen einen weiteren Anlauf nehmen.