Zehn Soldaten bei Angriff und Anschlag in Türkei getötet

Bei einem Angriff und einem Anschlag mutmaßlicher Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Südosttürkei sind mindestens zehn Soldaten getötet worden. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, in der Provinz Sirnak sei heute ein Kontrollposten angegriffen worden. Dabei seien sechs Soldaten getötet und ein weiterer verletzt worden.

In der Provinz Mardin seien ebenfalls heute vier Soldaten getötet worden, als ihr Fahrzeug in eine Sprengfalle geraten sei. Sechs Sicherheitskräfte seien verwundet worden. PKK-Kämpfer hätten den Sprengsatz gelegt gehabt.

Luftangriffe auf PKK mit Drohne

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, die Armee habe mit der neuen Kampfdrohne des Typs Bayraktar aus türkischer Produktion Luftangriffe auf die PKK in der südosttürkischen Provinz Hakkari geflogen. Dabei seien drei PKK-Kämpfer „neutralisiert“ worden.

Mit „neutralisiert“ meinen die türkischen Behörden „kampfunfähig machen“, was meist töten bedeutet, aber auch verletzen oder gefangen nehmen heißen kann. In Hakkari kommt es seit Wochen zu schweren Zusammenstößen zwischen Armee und PKK. Der Friedensprozess und eine Waffenruhe waren im Sommer vergangenen Jahres zusammengebrochen.