Israel nimmt Abschied von Schimon Peres

Nach dem Tod von Schimon Peres nimmt Israel Abschied von seinem Altpräsidenten. Der in eine israelische Flagge gehüllte Sarg des Friedensnobelpreisträgers kam heute Früh an der Knesset in Jerusalem an. Bis zum Abend können Bürger vor dem Parlament an dem Sarg vorbeigehen.

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Netanjahu und Rivlin erweisen Peres die letzte Ehre.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Reuven Rivlin legten Kränze nieder. Peres war im Alter von 93 Jahren gestorben, zwei Wochen nach einem schweren Schlaganfall. Bei seiner Beerdigung morgen werden führende Persönlichkeiten aus aller Welt erwartet.

Aus den USA kommt Präsident Barack Obama. Österreich wird durch Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), Altbundespräsident Heinz Fischer und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) vertreten sein. Deutschland soll von Bundespräsident Joachim Gauck vertreten werden.

Hamas mit „Tag des Zorns“

Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat ebenfalls für morgen zu einem „Tag des Zorns“ im Westjordanland und in Jerusalem aufgerufen. Damit soll an den ersten Jahrestag der Al-Kuds-Intifada erinnert werden - der jüngsten Welle palästinensischer Anschläge.

„Wir rufen unser empörtes Volk zu Konfrontationen mit den feigen Soldaten der (israelischen) Besatzungsmacht auf“, hieß es in einem Flugblatt der Hamas. Damit wolle man zeigen, „dass die Palästinenser den Widerstand und den Aufstand wählen“. Hamas bezog den Aufruf nicht auf das Begräbnis von Peres. Die radikalislamische Organisation hatte allerdings Freude über den Tod des Friedensnobelpreisträgers geäußert und ihn als Kriegsverbrecher beschrieben.