Air Berlin peilt schwarze Zahlen für 2018 an

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin, Mutterkonzern der österreichischen Niki, will mit der Halbierung der Flotte und umfangreichen Stellenstreichungen in zwei Jahren operativ in die schwarzen Zahlen kommen. „Schwarze Zahlen peilen wir für 2018 an“, sagte Air-Berlin-Chef Stefan Pichler heute in einer Telefonkonferenz.

Damit verschiebt der Lufthansa-Rivale das Erreichen der Profitabilität erneut: Eigentlich war für dieses Jahr eine schwarze Null geplant. Air Berlin hat in den vergangenen acht Jahren nur einmal einen Nettogewinn eingeflogen.

Der Nettoverlust wuchs trotz rapide gefallener Öl- und damit Kerosinpreise 2015 auf den Rekord von 447 Mio. Euro. Das Unternehmen hängt am Tropf von Großaktionär Etihad, der schon mehr als eine Milliarde Euro in Air Berlin gesteckt hat.

1.200 Jobs werden abgebaut

Am Vorabend hatte Air Berlin angekündigt, bis zu 1.200 Vollzeitmitarbeiter zu kündigen. Zudem sollen bis zu 40 Flugzeuge samt Besatzung ab dem kommenden Sommerflugplan an den Lufthansa-Konzern vermietet werden - davon 35 Maschinen an die Konzerngesellschaft Eurowings und fünf an die Austrian Airlines.

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