Suche nach vermisstem Briten fördert antike Gräber zutage

Auf der Suche nach einem vor rund 25 Jahren in Griechenland verschwundenen britischen Kleinkind sind britische Sonderermittler auf antike Gräber gestoßen. „Wir haben vier Gräber entdeckt, die mindestens 1.500 bis 2.000 Jahre alt sind“, sagte Kommissar John Cousins von der Polizei von South Yorkshire in einem gestern veröffentlichten Video.

Von Buben fehlt weiter jede Spur

Während Archäologen die Gräber nun untersuchten, gehe die Suche nach dem vermissten Briten weiter. Aufgrund neuer Zeugenaussagen fahndet ein britisches Expertenteam mit Unterstützung der griechischen Polizei seit Montag in der Nähe eines Bauernhofes der Ägäis-Insel Kos wieder nach den sterblichen Überresten von Ben Needham. Der 21 Monate alte Bub war 1991 zum letzten Mal lebend gesehen worden.

Die Suche konzentrierte sich zunächst auf ein großes Feld mit Oliven- und Feigenbäumen. Nach den Aussagen eines neuen Zeugen vermuten die Beamten nun, Ben könnte seinerzeit beim Spielen von einem Bagger erfasst worden sein. In den vergangenen Jahren waren in Griechenland und Zypern mehrfach junge Männer gesichtet worden, die für Ben gehalten wurden - doch enttäuschten DNA-Tests jedes Mal die Hoffnungen.