Erneut Besucherrückgang bei Münchner Oktoberfest

Das Münchner Oktoberfest ist im zweiten Jahr in Folge mit einem Besucherrückgang zu Ende gegangen. Nach einer ersten Schätzung der Festleitung kamen 5,6 Millionen Besucher, das waren rund 300.000 weniger als im vergangenen Jahr. Seltener als sonst mussten Festzelte wegen Überfüllung geschlossen werden.

Festleiter Josef Schmid (CSU) sprach heute von einer Gute-Stimmung-Wiesn: „Insgesamt sind Festleitung, Marktkaufleute, Schausteller und Wirte mit der Wiesn sehr zufrieden.“ Im vergangen Jahr hatte das größte Volksfest der Welt bereits einen Besucherrückgang verzeichnet, die Zahl sank um 400.000 auf 5,9 Millionen.

Miserables Wetter zum Auftakt

Miserables Wetter zum Auftakt, aber wahrscheinlich auch Sorgen um die Sicherheit drückten in diesem Jahr auf die Besucherzahlen. Die Stimmung auf dem Festgelände habe aber keineswegs gelitten, sagte Schmid.

Nach dem Amoklauf in München sowie islamistisch motivierten Anschlägen auch in Bayern hatte die Stadt die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Erstmals war das Gelände vollständig von einem Zaun umschlossen. Große Taschen mit mehr als drei Liter Fassungsvermögen waren verboten, Ordner kontrollierten an den Eingängen. Das Konzept habe sich rundum bewährt, sagte Schmid.