Lösung bei TUIFly laut Minister in Sicht

Nach den tagelangen Turbulenzen bei der TUIfly wurde nach Angaben von Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) eine Lösung gefunden. Lies sagte heute in Hannover: „Es gibt eine Einigung; Ich hoffe, dass am Sonntag wieder ein geregelter Flugbetrieb möglich ist.“ Details nannte er aber nicht, bevor er zu einem Krisentreffen mit allen Beteiligten ging.

Weil sich viele Crewmitglieder bei TUIfly kurzfristig krankgemeldet hatten, fielen in den vergangenen Tagen zahlreiche Flüge aus. Betroffen war und ist auch Air Berlin, denn ein Drittel der TUI-Flotte fliegt samt Besatzung für die Berliner. Die Fluggesellschaft lehnte Entschädigungen ab.

Schlichter optimistisch

Die deutsche Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr sieht für Kunden von TUIfly und Air Berlin aber gute Chancen auf eine Entschädigung bei Flugausfällen und Verspätungen. Sollten die Fluggesellschaften das ablehnen, sollten sich die Passagiere an die Schlichtungsstelle wenden, sagte Geschäftsführer Heinz Klewe dem deutschen „Tagesspiegel“ (Samstag-Ausgabe).

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt empfahl geschädigten Urlaubern, Schadenersatzansprüche bei dem Ferienflieger anzumelden.

Kein Streik bei Eurowings

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings wird vorerst nicht gestreikt. Die Kabinengewerkschaft Ufo sagte die für kommende Woche angekündigten Arbeitskampfmaßnahmen ab, nachdem das Unternehmen bei einem Spitzengespräch ein verbessertes Tarifangebot für die Flugbegleiter auf den Tisch gelegt hatte. Das bestätigten beide Seiten.