Jemen: Ex-Präsident Saleh ruft zu Kampf gegen Saudis auf

Der einflussreiche jemenitische Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh hat nach dem verheerenden Luftangriff auf eine Trauerfeier zum Kampf an der saudischen Grenze aufgerufen.

Die bewaffneten Einheiten und die Sicherheitskräfte des Landes sollten sich an die Frontlinien an der Grenze zu dem Königreich begeben, um für die Bombardierung „Rache“ zu üben, sagte Saleh gestern in einer TV-Ansprache seines eigenen Senders.

Saleh war jahrzehntelang jemenitischer Präsident, bis er im Zuge der arabischen Aufstände gestürzt wurde. Nun ist er mit den Huthi-Rebellen verbündet, die weite Teile vor allem im Norden des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Große Teile der Armee sind Saleh noch immer treu verbunden.

Scharfe Kritik aus den USA

Mit ungewöhnlich scharfen Worten haben auch die USA auf den Luftangriff auf eine Trauerfeier mit 140 Toten und Hunderten Verletzten reagiert. Sie sehen die von Saudi-Arabien angeführte Koalition gegen die Huthi-Rebellen im Jemen verantwortlich.

Die US-Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien sei kein Blankoscheck, hieß es aus Washington. Die USA erwägen offenbar, sich aus der Koalition zurückzuziehen. Saudi-Arabien kündigte eine Untersuchung an - mit Hilfe der USA.

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