Putin bei Erdogan: Gespräche über Energie und Syrien

Zwei Monate nach ihrer Aussöhnung wollen der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Kreml-Chef Wladimir Putin ihre Zusammenarbeit im Energiebereich vorantreiben. Erdogan kündigte heute beim Weltenergiekongress in Istanbul umfangreiche Investitionen an, um sein Land „zum Erdgas- und Energiehandelszentrum zu machen“.

Nach ihren Ansprachen beim Weltenergiekongress kamen Erdogan und Putin in Istanbul zu einem bilateralen Gespräch zusammen. Bei dem Gespräch dürfte neben Energiethemen der Bürgerkrieg in Syrien eine zentrale Rolle gespielt haben, bei dem Moskau und Ankara gegensätzliche Positionen vertreten. Russland unterstützt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad, dessen Sturz Erdogan fordert.

Es war Putins erster Türkei-Besuch seit dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im vergangenen November. Danach legte Russland die Beziehungen zur Türkei auf Eis. Erst im Juni näherten sich beide Seiten einander wieder an, im August folgte ein Treffen Putins und Erdogans in St. Petersburg. Beim G-20-Gipfel in China im vergangenen Monat sprachen beide über eine vollständige Wiederaufnahme der bilateralen Beziehungen.