Euro-Finanzminister streiten über Griechenland-Hilfe

Wieder Streit über die Finanzhilfe für Griechenland: Die EU-Kommission hat dem Land heute zwar bescheinigt, die Voraussetzungen für die Auszahlung einer weiteren Hilfstranche in „letzter Minute“ erfüllt zu haben. Deutschland und Spanien zeigten sich beim Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg aber zunächst nicht überzeugt und bewerteten die griechischen Reformanstrengungen als nicht ausreichend.

Alle 15 von Athen geforderten Reformen seien nun abgeschlossen, sagte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici vor dem Treffen der Euro-Gruppe in Luxemburg. Das sollte demnach „normalerweise die Tür öffnen“ für die Auszahlung von 2,8 Milliarden Euro, die Griechenland zugesagt wurden.

Bei einem Arbeitstreffen vor der Euro-Gruppe habe Deutschland nun klargemacht, dass „eine weitgehende Erfüllung“ der Reformforderungen nicht ausreiche, sagte ein EU-Vertreter. Das habe auch Spanien unterstützt. Ob die Minister nun grünes Licht für die Auszahlung geben werden, war am Nachmittag noch unklar.