Hurrikan „Matthew“: North Carolina nun Notstandsgebiet

US-Präsident Barack Obama hat den von Hurrikan „Matthew“ heimgesuchten Bundesstaat North Carolina zum Notstandsgebiet erklärt. Dadurch können Bundesgelder zur Unterstützung der in zehn Bezirken betroffenen Menschen freigegeben werden, wie das Präsidialamt heute mitteilte.

„Matthew“ war am Wochenende über North Carolina hinweggefegt. Starkregen ließ die Flüsse anschwellen. Gestern klarte der Himmel auf, doch Behörden warnten, dass wegen Überschwemmungen noch tagelang Lebensgefahr bestehe.

Rettungskräfte in einem Boot

APA/AP/Mike Spencer

Viele Bewohner mussten auf Dächern ihrer Häuser ausharren, bevor sie mit Hubschraubern oder Booten gerettet wurden. Etwa 1,1 Millionen Menschen hatten in North Carolina sowie vier anderen Bundesstaaten nach wie vor keinen Strom.

„Massive Antwort“ auf Hurrikan für Haiti gefordert

Angesichts der Verwüstungen durch „Matthew“ in Haiti forderte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eine „massive Antwort“ der internationalen Staatengemeinschaft. Rund 1,4 Millionen Menschen in dem Karibik-Staat benötigten Hilfe, Ernte und Nahrungsmittelvorräte seien vernichtet und mehr als 300 Schulen beschädigt, sagte Ban.

„Einige Städte und Dörfer sind fast von der Landkarte getilgt worden.“ Je mehr betroffene Gebiete erreicht würden, umso deutlicher zeige sich die Hilfsbedürftigkeit in Haiti, sagte Ban. Derzeit wächst dort die Angst vor Cholera. Das einzige Krankenhaus in der zerstörten Küstenstadt Port-Salut im Süden des Landes meldete einen ersten Cholera-Toten. Auch in anderen Gebieten im Süden starben Menschen an der Durchfallerkrankung.